{"id":921,"date":"2016-06-19T15:11:41","date_gmt":"2016-06-19T13:11:41","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/?p=921"},"modified":"2018-06-30T10:03:54","modified_gmt":"2018-06-30T08:03:54","slug":"zu-guter-letzt-ein-paar-erhellende-fakten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/?p=921","title":{"rendered":"Zu guter Letzt: ein paar erhellende Fakten"},"content":{"rendered":"<p>Das Alentejo ist mit seinen 19 Einwohnern pro Quadratmeter die am d\u00fcnnsten besiedelte Region Portugals. Da die Mehrheit der Jungen auf der Suche nach Ausbildung und Arbeit ihre Heimat verlassen m\u00fcssen, bleiben die Alten zur\u00fcck.Sie machen, was sie immer gemacht haben, versorgen Haus, Hof, Garten und Tiere. Solange sie leben, wird es die f\u00fcr das Alentejo typische extensive Landwirtschaft geben. Korkeichen werden gesch\u00e4lt, Oliven geerntet. Dazwischen, wenn es gut geht, wird gepfl\u00fcgt und Weizen, Hafer oder Gerste angebaut. Nur die gro\u00dfen landwirtschaftlichen Betriebe werden \u00fcberleben und das Land von den Kindern kaufen, wenn die Erlterngenertion verstorben ist. Dann wir der Weinbau intensiviert und Olivenplantagen maschinell bewirtschaftet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_927\" aria-describedby=\"caption-attachment-927\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/img_0880-300x278.jpg\" class=\"alignnone size-medium wp-image-927\" width=\"300\" height=\"278\" alt=\"img_0880.jpg\" srcset=\"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/img_0880-300x278.jpg 300w, http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/img_0880-150x139.jpg 150w, http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/img_0880-768x712.jpg 768w, http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/img_0880.jpg 828w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-927\" class=\"wp-caption-text\">diese B\u00e4ndchen mit Statistiken werden sogar in Englisch publiziert<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Selbstmordrate im Alentejo ist ca. 10 Mal h\u00f6her als sonst im Land und besonders hoch bei \u00e4ltere allein lebenden M\u00e4nnern, die oft auf isolierten H\u00f6fen weit ab von einer Ortschaft wohnen.<\/p>\n<p>Dennoch, das Alentejo hat viel Potenzial und die EU hat \u00fcber die letzten 20 Jahre den rural tourism stark gef\u00f6rdert. Die Verstreutheit der Unterk\u00fcnfte in der weiten Landschaft l\u00e4sst wenig Hoffnung auf eine substanzielle wirtschaftliche Entwicklung erwarten, eher wirken all diese Gelder, die inzwischen verbaut wurden (vermutlich mehr als 20 Millionen \u20acin) wie ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Zumal eine grundst\u00e4ndige Aus- und Weiterbildung als touristischeren Fachkr\u00e4fte zu fehlen scheint. Das gilt nicht so,stark f\u00fcr den langen K\u00fcstenstreifen des Alentejo. Dort tummeln sich die G\u00e4ste, oft auch auf engem Raum &#8211; in einer \u00fcberraschend kurzen Saison, denn fast alle Portugiesen machen im August Ferien. Bis Ende Mai ist es oft noch kalt ist und ab Oktober dann wieder. Saisonverl\u00e4ngerung ist als Thema erkannt, aber noch fehlen konzeptionelle Ideen.<\/p>\n<p>Was machen die portugiesischen G\u00e4ste in ihrem Urlaub am liebsten? Die Masterarbeit von &#8230; beschreibt die Mehrheit als j\u00fcnger, besser gebildet und erfolgreich. Sie wollen sich in erster Linie erholen, zusammen mit Feunden und als gro\u00dfe Familien, die wenig unternehmen. sie plaudern, kochen und essen zusammen, liegen bevorzugt am Pool. Das sind Anspr\u00fcche, die sich mit den ausl\u00e4ndischen Touristen, vor allem aus Holland, Deutschland und Frankreich nicht decken. Sie reisen von Ort zu Ort und schauen sich die St\u00e4dte und anderes Sehenswertes gern an, legen Wert auf gute und regionale K\u00fcche und schauen oft irritiert auf kleine Nachl\u00e4ssigkeiten. Der Handtuchhalter wackelt, es gibt im Appartement f\u00fcr vier Personen genau vier kleine L\u00f6ffel. Ein Abzug in der K\u00fcche ist zwar vorhanden, tut aber schon lange nicht mehr oder die Birne in der Nachtischlampe fehlt einfach. Daf\u00fcr gibt es jeden Tag einen Satz frisch gewaschene Handt\u00fccher und Unmengen Kissen, die im Weg rumliegen.<\/p>\n<p>Es ist nicht einfach eine touristische Unterkunft zu f\u00fchren, wenn man selbst nicht reist und h\u00f6chstens mal Verwandte in einem anderen Ort besucht. Daher braucht es Vorbilder, Ausbildung und Erfahrung. U d schnell reich werden kann man damit auch nicht. H\u00f6chstens das eine Standbein ein wenig St\u00fctzen, wenn die Landwirtschaft nicht mehr genug Ertrag bringt.<\/p>\n<p>Was also raten? Weiter so? Welche Alternativen gibt es schon heute und wird es geben?<\/p>\n<p>Eine westenliche Verbesserung w\u00e4re die Zusammenarbeit und Vernetzung untereinander, einheitlichere Internetseiten und diese wirklich alle auch mindestens auf Englisch. Doch gerade dies ist f\u00fcr den eigenbr\u00f6dlerischen Alentejano, so die \u00fcbereinstimmenden Aussagen von Manuela und Ema, ein nur schwer vorstellbarer Schritt. Dennoch wird nur hierin eine Zukunft zu sehen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Alentejo ist mit seinen 19 Einwohnern pro Quadratmeter die am d\u00fcnnsten besiedelte Region Portugals. Da die Mehrheit der Jungen auf der Suche nach Ausbildung und Arbeit ihre Heimat verlassen m\u00fcssen, bleiben die Alten zur\u00fcck.Sie machen, was sie immer gemacht haben, versorgen Haus, Hof, Garten und Tiere. 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