{"id":600,"date":"2015-04-27T21:16:06","date_gmt":"2015-04-27T19:16:06","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/?p=600"},"modified":"2018-06-22T15:40:05","modified_gmt":"2018-06-22T13:40:05","slug":"palmensterben-im-alentejo-wie-auch-in-italien-spanien-auf-den-und-kanaren-und-balearen-in-portugal-auch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/?p=600","title":{"rendered":"Palmensterben im Alentejo \u2013 wie auch in Italien, Spanien, auf den und Kanaren und Balearen \u2013 in Portugal auch"},"content":{"rendered":"<p>Alte Palmenhaine und \u2013alleen, stra\u00dfenbegleitende Palmem sind auch im Alentejo inzwischen zu einem erheblichen Teil schwer gesch\u00e4digt und sterben ab. Verantwortlich ist der Palmenr\u00fcssler (<em>Rhynchophorus ferrugineus<\/em>) (waldwissen.net, 27.4.20159 aus S\u00fcdostasien. Seit 1994 ist er in Spanien eingeschleppt und breitet sich \u00fcberall in der gesamten Mittelmeerregion aus.&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"webkit-fake-url:\/\/57d89f79-5fb0-40c3-88fa-856507a32898\/imagejpeg\"><\/p>\n<p><i>Im Botanischen Garten in Lissabon 2013<\/i><\/p>\n<p><span style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\">Diese invasive Art \u2013 ein gro\u00dfer, rot gef\u00e4rbter K\u00e4fer legt seine Eier in der Palme ab. Die wachsenden Larven (bis 50 mm gro\u00df) frist von Beginn Richtung Palmenmitte und zerst\u00f6rt dabei den Vegetationskegel, das \u201ePalmenherz\u201c. Dann stirbt die befallene Palme ab. Ihre Wedel werden von der Mitte aus gelb und gehen nach und nach ein \u2013 bis die gesamte Krone schon nach wenigen Wochen braun und abgestorben ist.<\/span><i><br \/>\n<\/i><\/p>\n<p><span style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\"><img decoding=\"async\" src=\"x-apple-ql-id:\/\/953463FD-BF39-4657-A69D-156288DC760E\/x-apple-ql-magic\/5EEA6A99-6EB9-47E9-9A7F-CB7B460E03D9.png\" class=\"s7\" style=\"width: 300px; height: 217px;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><i>Palmenr\u00fcssler (Rhynchophorus ferrugineus) aus Waldwissen.net, 27.4.2015<\/i><\/p>\n<p>\u201eDie Art ist bekannt f\u00fcr ihre extrem variable F\u00e4rbung und weist ausgepr\u00e4gte Farbmorphen auf, die fr\u00fcher teilweise als eigene Arten angesehen worden waren. So gibt es Populationen, deren Tiere \u00fcberwiegend schwarz gef\u00e4rbt sind und die nur einen auffallenden, leuchtend roten L\u00e4ngsstreifen auf dem Halsschild tragen.<\/p>\n<p>Die Larven, die Sagow\u00fcrmer genannt werden, haben einen cremefarbenen, prallen K\u00f6rper mit feingezahnten Querrillen und einen kleinen, hartschaligen und kastanienbraunen Kopf. Bei n\u00e4herer Betrachtung sind am K\u00f6rper feine H\u00e4rchen zu erkennen. Die Jugendstadien des Palmr\u00fcsslers sind an Palmen gebunden. Das Weibchen legt seine bis zu 300 Eier einzeln oder in kleinen Gelegen in Spalten oder selbst ausgefressenen Hohlr\u00e4umen in der Palme ab. Nach 2 bis 5 Tagen schl\u00fcpfen die Larven. Sie fressen sich durch das Gewebe, bis in den Wachstumskegel an der Stammspitze im Bereich des Blattansatzes. Andere Teile der Pflanze, z.B. Bl\u00e4tter, faserige oder verholzte Stammabschnitte, werden nicht dauerhaft befallen. Das Larvenstadium dauert ein bis drei Monate; die Larve h\u00e4utet sich dabei sieben bis zw\u00f6lfmal. Anschlie\u00dfend verpuppt sie sich in einer langgestreckt ovalen und aus Pflanzenfasern bestehenden Puppenkammer. Nach 14 bis 21 Tagen Puppenruhe schl\u00fcpfen dann die adulten K\u00e4fer (Imagines). Sie sind beinahe ganzj\u00e4hrig anzutreffen, in den gem\u00e4\u00dfigten Breiten verbleiben sie allerdings oft bis zum Fr\u00fchjahr in der Puppenkammer.<\/p>\n<p>Der Befall ist in den fr\u00fchen Stadien \u00e4u\u00dferlich nicht erkennbar. Sobald Symptome zu sehen sind, ist der Baum in der Regel bereits rettungslos verloren. Zum Ende eines Befalls sterben die Blattwedel ab, der vollkommen aufgebrauchte und zerst\u00f6rte Wachstumskelgel kann keine neuen Bl\u00e4tter mehr ausgebilden.\u201c (wikipedia, 27.4.2015)<\/p>\n<p>&nbsp;<span style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\"><img decoding=\"async\" src=\"x-apple-ql-id:\/\/ED4ED6D3-E009-42D3-A715-8CA169904A22\/x-apple-ql-magic\/6B57E2D7-65B9-4D12-9540-E2226341E60C.png\" class=\"s10\" style=\"width: 470px; height: 318px;\"><\/span><\/p>\n<p><i>Ge\u00f6ffnete Puppenwiegen mit aus den Puppen geh\u00e4uteten erwachsenen K\u00e4fern (wikipedia, 27.4.2015)<\/i><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><strong>\u201e<\/strong>Der Befall ist am Anfang kaum festzustellen. Zudem gibt es momentan noch keine direkte Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahme gegen das Insekt. Bisher behilft man sich mit der Kontrolle und Entnahme befallener Palmen. Zu diesem Zweck h\u00f6rt man die Palmen mit speziellen Mikrophonen ab, um Nageger\u00e4usche der fressenden Larven zu entdecken. Befallene Pflanzen werden dann gef\u00e4llt und verbrannt.<\/p>\n<p>Ob eine Anwendung von Viren, die bei der Bek\u00e4mpfung des Indischen Nashornk\u00e4fers zum Erfolg f\u00fchrten oder der Einsatz von langfristig wirkenden Pheromonen eine befriedigende Wirkung zeigen, ist noch unklar. Unerl\u00e4sslich ist die Kontrolle bei Aus- und Einfuhr von Palmen aus nordafrikanischen Baumschulbetrieben, von denen die Pflanzen aus Kostengr\u00fcnden oft in Gartenbaubetriebe am n\u00f6rdlichen Mittelmeer importiert werden. Eine vollst\u00e4ndige Entfernung dieses neuen, invasiven Sch\u00e4dlings wird trotz Gegenma\u00dfnahmen aber nicht mehr m\u00f6glich sein.\u201c (Waldwissen.net, 27.4.2015)<\/p>\n<p>Inzwischen scheint es ein chemisches Gift zu geben, um dem Palmenr\u00fcssler zu Leibe zu r\u00fccken. D<span style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\">ie Anwendung eines Pestizidcocktails auf Emamectin-Basis zur Bek\u00e4mpfung des Palmr\u00fcsslers soll helfen, den gef\u00fcrchteten Sch\u00e4dling zu vertreiben. Wegen ihrer Bienengiftigkeit ist &nbsp;der Einsatz der verwendeten Giftstoffe von der EU stark eingeschr\u00e4nkt oder ganz verboten worden.&nbsp;<\/span><span style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\">Feldversuche mit dem Gemisch haben sich als effektiv erwiesen (Valencias Landwirtschaftsbeh\u00f6rde). F\u00fcr jeweilige Anwendungen sind Genehmigungen der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden einzuholen, da de<\/span><span style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\">r Einsatz von Pestiziden EU-weit geregelt ist und nur unter besonderen Umst\u00e4nden die Verwendung eines an sich verbotenen Wirkstoffes erlauben wird, wenn wie hier eine drohende Plage nicht mit weniger gef\u00e4hrlichen Mitteln bek\u00e4mpft werden kann.<\/span><\/p>\n<p class=\"s2\" style=\"margin-bottom: 0px;\"><span class=\"s4\" style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\">Eine solche Ma\u00dfnahme ist in der Regel auf einen Zeitraum von maximal 120 Tagen beschr\u00e4nkt. Die Verwendung solcher Mittel darf nur durch Fachleute und unter Aufsicht der Landesbeh\u00f6rde erfolgen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p class=\"s2\" style=\"margin-bottom: 0px;\"><span class=\"s4\" style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\">Um das Schreckgespenst des Palmr\u00fcsslers endg\u00fcltig zu vertreiben, wird eine kurzfristige Sondergenehmigung jedoch kaum ausreichen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p class=\"s2\" style=\"margin-bottom: 0px;\"><span class=\"s4\" style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\">Befallene oder gef\u00e4hrdete Palmen sollten ein Mal im Jahr mit dem Giftcocktail gespritzt werden.&nbsp;<\/span><span class=\"s4\" style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\">Umweltschutzverb\u00e4nde sind mit solchen Argumenten nicht zu bes\u00e4nftigen. Der Palmr\u00fcssler sei mit biologischen, f\u00fcr die Umwelt ungef\u00e4hrlichen Mitteln, vor allem aber \u201emit einer systematischen Kontrolle aller Palmen zu bek\u00e4mpfen\u201c, sagte ein Sprecher von Ecologistas en Acci\u00f3n. Man habe es satt, befallene Palmen zu sehen, die monatelang nicht entfernt w\u00fcrden. Mehr Leute f\u00fcr das Verspr\u00fchen von Pestiziden einzusetzen, sei reine Augenwischerei. (Vgl.&nbsp;<\/span><span style=\"line-height: normal; -webkit-text-size-adjust: auto; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);\"><span class=\"s3\">Elche \u2013 af, 27.4.2015)<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alte Palmenhaine und \u2013alleen, stra\u00dfenbegleitende Palmem sind auch im Alentejo inzwischen zu einem erheblichen Teil schwer gesch\u00e4digt und sterben ab. Verantwortlich ist der Palmenr\u00fcssler (Rhynchophorus ferrugineus) (waldwissen.net, 27.4.20159 aus S\u00fcdostasien. Seit 1994 ist er in Spanien eingeschleppt und breitet sich \u00fcberall in der gesamten Mittelmeerregion aus.&nbsp; Im Botanischen Garten in Lissabon 2013 Diese invasive Art &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/?p=600\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201ePalmensterben im Alentejo \u2013 wie auch in Italien, Spanien, auf den und Kanaren und Balearen \u2013 in Portugal auch\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-600","post","type-post","status-publish","format-image","hentry","category-portugal","post_format-post-format-image"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/600"}],"collection":[{"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=600"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/600\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":615,"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/600\/revisions\/615"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=600"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=600"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=600"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}