{"id":396,"date":"2015-04-14T23:49:18","date_gmt":"2015-04-14T21:49:18","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/?p=396"},"modified":"2018-06-22T15:40:05","modified_gmt":"2018-06-22T13:40:05","slug":"stadtentwicklung-portugiesische-besonderheiten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/?p=396","title":{"rendered":"Stadtentwicklung, portugiesische Besonderheiten"},"content":{"rendered":"<p>Im 19. Jahrhundert gab es auch hier sozial bis sozialistisch orientierte Unternehmerfamilien, die neben den Produkten, die sie produzieren lie\u00dfen, Sorge um das Wohl ihrer Arbeiter trugen. Und \u00e4hnlich, nur viel kleiner als die Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet, bauten sie Wohnsiedlungen mit ein oder zwei Stra\u00dfenz\u00fcgen. Kleine schmale Reihenh\u00e4uschen f\u00fcr die &#8222;einfachen Arbeiter&#8220; und ein wenig gr\u00f6\u00dfer und mit Terrasse f\u00fcr die Angestellten und Vorarbeiter. Die eigentlich als Wohnstra\u00dfen gebauten Freir\u00e4ume, zum Spielen, sich treffen, was reparieren, sind heute mit Autos v\u00f6llig zugestellt &#8211; anders als in Spanien &#8211; bleibt eine portugiesische Familie eher <i>im<\/i> Haus unter sich und &#8222;lebt&#8220; nicht drau\u00dfen. Heute sind diese ehemals modernen Siedlungen in Privatbesitz. Mieter wurden zu Eigent\u00fcmern und je nach finanziellen M\u00f6glichkeiten sind die H\u00e4user saniert oder verfallen. \u00a0<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/DSCF3762.jpg\" alt=\"\" \/>\u00a0<span style=\"line-height: 28px;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/DSCF3760.jpg\" alt=\"\" \/>\u00a0<i>Die Siedlung Villa Bertha, Lissabon bei einem Spaziergang mit Isabel\u00a0<\/i><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/DSCF3776.jpg\" alt=\"\" \/>\u00a0<i>Sozialprojekt Goldener Stern eines Schokoladenfabrikanten<\/i><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wolfsreise.d-l-w.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/DSCF3774-0.jpg\" alt=\"\" \/>\u00a0<i>Noch ist das Auto wichtiges Statussymbol witschaftlichen Aufstiegs. Lieber wird auf anderes verzichtet. Wer keines vor der T\u00fcr hat wird bedauert und gilt als arm &#8211; wie schade um die verschenkte &#8222;Lebensqualit\u00e4t&#8220; finden wir Nordeurop\u00e4er<\/i><\/p>\n<p>Seit ein paar Jahren ist es auch f\u00fcr Ausl\u00e4nder m\u00f6glich Eigentum an Wohnungen oder Gesch\u00e4tslagen zu erwerben. Die Geb\u00e4ude in den besseren Lagen, vor allem attraktive Villen, werden gesucht und haben Lissabon zu einer der teuersten St\u00e4dte mit hohen Mieten gemacht. Gentrifizierung hat stattgefunden und findet weiter statt, so dass mehr und mehr Einheimische an den Stadtrand ziehen m\u00fcssen und die Innenstadt dem Tourismus \u00fcberlassen ist. Zumal in den letzten Jahren Lissabon ein Topziel ist, seit der \u00f6stliche mediterrane Raum &#8222;unsicher&#8220; ist wie lange nicht mehr. Vor allem flie\u00dft Geld aus arabischen L\u00e4ndern nach Lissabon, die hier gern ihren Sommer verbringen. Die portugiesische Besonderheit: wer 1 Mio. \u20ac investiert, lebt danach acht Jahre steuerfrei. Ein nahezu legales Geldw\u00e4schemodell.<\/p>\n<p>Vor zwei Jahren hat es im Winter vier Monate ununterbrochen geregnet. Dann ist die Stadt so gut wie tot, denn dann fehlen die Touristen und die Einwohner. Eine zweifelhafte Entwicklung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im 19. Jahrhundert gab es auch hier sozial bis sozialistisch orientierte Unternehmerfamilien, die neben den Produkten, die sie produzieren lie\u00dfen, Sorge um das Wohl ihrer Arbeiter trugen. Und \u00e4hnlich, nur viel kleiner als die Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet, bauten sie Wohnsiedlungen mit ein oder zwei Stra\u00dfenz\u00fcgen. 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